05 Dezember 2010

Tardi und sein Werk


Seit vielen Jahren - wahrscheinlich seit der Erstausgabe bin ich Abonnent des Comic-Magazins »Reddition«, das an Sach- und Fachkenntnis meiner Ansicht nach unübertroffen ist. Vor allem fasziniert mich seit langer Zeit, wie gut die Schwerpunkthefte gemacht sind; ärgerlich ist nur, dass ich selten dazu komme, sie von vorne bis hinten zu lesen.

Eine Dienstfahrt kann viel ändern, und so las ich im Zug endlich die Ausgabe 52, die bereitsim frühjahr erschienen war. Sie behandelt den französischen Zeichner und Autor Jacques Tardi, dessen »Adele«-Comics im Jahr 2010 auch als Kinofilm »geadelt« wurden. Selbst habe ich von Tardi gar nicht so viel gelesen, weshalb ich die Artikel umso interessanter fand.

Der Mann schrieb und zeichnete Comics, die im Krimi-Milieu spielen oder sich mit dem Ersten Weltkrieg auseinandersetzen; sein Stil ist außergewöhnlich und passt in keine Schublade. Das alles bildet das Dossiert wunderbar ab, mit vielen Bildbeispielen, die in mir das Interesse an dem Künstler so richtig wecken.

Ein Klasse-Magazin, das mich mit seinen 76 Seiten und seiner »Bastelbeilage« (kein Scherz!) beeindruckte. Der Preis von acht Euro ist angesichts der optischen wie inhaltlichen Qualität angemessen - man kann das Heft im Comic-Laden kaufen oder direkt bei der Edition Alfons.

1 Kommentar:

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