31 März 2008

Fanzine im Berliner Exil


Es sieht aus wie ein klassisches Punkrock-Fanzine: A5-Format, geschnipseltes Layout, persönliche Texte. Die Rede ist vom Scheisshaus-Journal im Berliner Exil; bei der sechsten Ausgabe hat Macher Andi Kuttner offensichtlich das »Stuttgarter« gestrichen. Nachdem er jetzt schon einige Jahre in Berlin haust, war's wohl nötig ...

Inhaltlich wirkt das Fanzine - trotz verschiedener Mitschreiber - tatsächlich wie ein Egozine. Ganz klar: Es wird durch die Präsenz Andi Kuttners geprägt, dazu kommen Artikel diverser Mitschreiber, die aber alle sehr persönlich gehalten sind. Die Konzertberichte des Reiner Designer - hübscher Name übrigens! - könnten ebensogut von Andi selbst stammen.

Andi, der auch den Blog »Sehnsucht nach Dreck« betreibt, schreibt über Dinge, die ihn interessieren und ärgern, begeistern und frustrieren. Und er interviewt die Band The Sect, die ich in grauer Vorzeit auch einmal in Sindelfingen (oder war's Böblingen? in dem kleinen Jugendzentrum an der Ortsausfahrt nach Calw) gesehen habe und von der ich mehrere Platten besitze. Schön, daß es die wieder mal auf die Bretter dieser Welt geschafft haben.

Darüber hinaus geht's um Bands wie The Adverts oder Fußball und Radfahren, um ein bißchen Politik und Köpi, um seltsame Plattensammler und anderen Krimskram. Unterhaltsame Mischung, 44 Seiten, die sich ruckzuck lesen lassen - ein Punkrock-Fanzine der klassisch-guten Art.

1 Kommentar:

  1. Oh, welch fröhliche Überraschung. Vielen Dank für die Blumen!
    Und als sorgfältiger Leser hast du mit deinen Mutmaßungen allesamt Recht.
    Du siehst mich fröhlich strahlen.

    Liebe Grüße, bis bald!

    Andi.

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