11 Februar 2008

Wissen, was zu tun ist

Ich habe »Deutschland sucht den Superstar« noch nie gesehen und bedauere es mittlerweile. Die öffentliche Zurschaustellung von Deppen und Möchtegerns scheint ja eine gewisse therapeutische Wirkung auf manche Leute auszuüben.

Wobei es Henry M. Broder gleich mal wieder auf die Spitze treiben muß: »Selbstüberschätzung ist eine extrem produktive Haltung, ja letztlich der Motor jedes Fortschritts überhaupt«, argumentiert er. So kann man's auch sehen.

Immerhin äußert er sich auf Spiegel-Online in seinem Artikel »Denn sie wissen, was sie tun« sehr umfangreich und trotzdem pointiert zu dem Thema; die genannten Beispiele machen mich glatt neugierig. Ich zitiere:

»Das Selbstbewusstsein der Kandidaten, die zu Hause offenkundig weder einen Spiegel noch Angehörige haben, denen sie zur Probe vorsingen könnten, ist so überwältigend, dass der Zuschauer kaum dazu kommt, so etwas wie Mitleid mit den Versagern zu entwickeln.«

Vielleicht sollte ich mir die Sendung doch mal anschauen und mich über die Doofheit irgendwelcher tanzenden Friseure amüsieren ...

1 Kommentar:

  1. Bei mir löst diese Sendung immer wieder dermaßen Fremdscharm aus, dass ich zwangsweiße umschalten muss.

    J.

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