Zu den wichtigsten Geschichten der Comic-Reihe »Die Schlümpfe« zählt sicher die vom »König der Schlümpfe«, eine für Kinder gemachte Story, in der es aber ganz klar um politische Inhalte geht. Schon als Kind mochte ich sie, und als Erwachsener las ich sie immer wieder.
Bei Toonfish erscheinen »Die Schlümpfe« in einer schönen Hardcover-Ausgabe; mittlerweile wird sie durch Dialekt-Ausgaben ergänzt. Zuletzt las ich »Atzeschlumpf markiert den Harten«. Das ist die klassische Geschichte um den Schlumpf, der sich zum König über die anderen Schlümpfe aufschwingt und eine Diktatur errichtet – nur eben im Berliner Dialekt.
Ich kann kein Berlinerisch, finde den Dialekt aber witzig. Vor allem früher, als man in Berlin viele »echte« Berliner antraf – heute wird in manchen Lokalen nur noch Englisch gesprochen, was ich ein wenig skurril finde –, mochte ich den Dialekt sehr, vor allem deshalb, weil ich als Schwabe meine Schwierigkeiten damit hatte.
Die Sprechblasen in diesem Album musste ich teilweise laut lesen, um sie richtig zu verstehen. Ich nehme an, dass Leute, die so richtig berlinern können, daran auch ihre Freude haben werden. Die klassische Geschichte an sich ist ja gut: Sie ist toll erzählt, sie ist toll gezeichnet, sie ist zeitlos.
Das Ganze aber in einem Dialekt, der schon speziell klingt und auch mit einigen Ausdrücken aufwartet, die man so nicht erwartet – das mit dem dauernden »Atze« etwa –, fand ich sehr amüsant. Wer einen witzigen Comic als Geschenk möchte, ist mit diesem Album sehr gut beraten!

1 Kommentar:
Wer mehr über den Atzeschlumpf und seine Abenteuer – auch sprachlicher Natur – lesen mag, schaue sich die Internet-Seite des Splitter-Verlags an, wo es auch eine Leseprobe gibt.
Hier:
https://www.splitter-verlag.de/die-schluempfe-2-berliner-schnauze-atzeschlumpf.html
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