Seit einem Vierteljahrhundert versorgt Klaus Bollhöfener die deutschsprachige Szene für Science Fiction, Fantasy und andere phantastische Literatur mit der Zeitschrift »phantastisch!« und ihrem beeindruckenden Inhalt. Zu Beginn des Jahres 2026 kam die Ausgabe 100 heraus; Grund genug, wieder einmal genauer auf das Magazin und seine Inhalte zu blicken.
Ich mag in dieser Ausgabe vor allem das Interview mit Oliver Scholl. Der Designer, der vor gut vierzig Jahren als Risszeichner bei PERRY RHODAN angefangen hat und seit vielen Jahren in Kalifornien lebt und arbeitet, hat immer viel zu erzählen. Er schildert, wie er an Filmen arbeitet und welche Projekte ihm wichtig sind. Ergänzt wird das Interview durch zahlreiche Bilder.
Auch das Interview mit dem Comic-Künstler Sylvain Runberg lohnt die Lektüre. Runberg ist vor allem für seine Arbeiten im Science-Fiction-Umfeld bekannt geworden; im Interview erzählt er von seinen Einflüssen sowie der Lage im Comic-Geschäft.
Wenn Rüdiger Schäfer über ein Thema schreibt, kann man davon ausgehen, dass er es spannend und informativ vermittelt. Dieses Mal schildert der PERRY RHODAN NEO-Autor, welche Möglichkeiten es für die Medizin der Zukunft gibt – das ist dann keine Science Fiction, sondern ein wissenschaftlicher Ausblick auf die kommenden Jahre und Jahrzehnte.
Und so reiht sich ein lesenswerter Beitrag an den anderen. Zahlreiche Rezensionen lockern den Text auf, während sich die Artikel mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigen. Kurzgeschichten und ein Comic von Olaf Brill und Michael Vogt, den Machern des »Kleinen Perry«, runden die abwechslungsreiche Lektüre ab.
Die »phantastisch!« ist ein Heft, das ich immer komplett zu lesen versuche; das klappt nicht immer. In jeder Ausgabe finde ich Themen, die mich überraschen oder die mich neugierig machen: auf einen neuen Roman, einen neuen Comic oder einen Klassiker, den ich noch nicht kannte. Das Magazin ist somit immer eine Fundgrube – die aktuelle Ausgabe 100 bildet hier keine Ausnahme.
Klaus Bollhöfener und sein Team sind nicht genug zu loben für dieses Heft. Seit diesem Jahr hat es eine neue verlegerische Heimat und erscheint nun in der Calliope Media GmbH in Frankfurt. Dem Inhalt hat das nicht geschadet, wie sich feststellen lässt – ich kann nur hoffen, dass die neue Zusammenarbeit erfolgreich und für alle Seiten positiv verläuft.
Mittlerweile liegt die Nummer 101 vor; dass meine Vorstellung der hundertsten Ausgabe so spät kommt, bitte ich zu entschuldigen. Das Heft lohnt sich allemal, und man kann es nachbestellen. Ich empfehle ohnehin ein Abonnement des Magazins.
Informationen zum Inhalt sowie zu den Bestellmöglichkeiten gibt es auf der Internet-Seite der »phantastisch!«
(Diese Rezension wurde bereits im April 2026 auf der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier bringe ich sie nun aus dokumentarischen Gründen.)

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