07 Oktober 2021

Abdulrazak Gurnah aus Tansania

Das ist mal eine Überraschung! Wieder haben die Schweden keinen der bekannten und oft genannten Namen aus dem Hut gezogen, als es darum ging, den diesjährigen Literaturnobelpreis zu vergeben. Leider wurde es wieder nicht Margaret Atwood aus Kanada, erfreulicherweise wurde auch nicht Martin Walser aus Deutschland ausgezeichnet – das sind zwei der Namen, die man in diesem Zusammenhang gelegentlich liest.

Der Preis geht an Abdulrazak Gurnah. Der Autor wurde in Tansania geboren, er lebt in Großbritannien. Hierzulande erschien sein Werk zumeist in kleinen Verlagen – einmal immerhin bei Krüger – und ist überall vergriffen. Ich habe von ihm also noch keine Zeile gelesen.

Mir sagte auch der Name nicht, obwohl ich Ende der 90er-Jahre einige Wochen durch Tansania reiste. Ich kaufte mir damals sogar ein wenig einheimische Literatur, mir blieb aber nur ein Buch über den Krieg zwischen Tansania und Uganda in Erinnerung. Den Autor verpasste ich offenbar.

Nach allem, was ich heute über Gurnah mitbekommen habe, ist der Autor, bei dessen Werk ich auf die Übersetzungen gespannt bin. Das klingt so, als wäre es lesenswert. Und so freue ich mich darüber, dass jemand gewonnen hat, auf den sich so ein Stück mehr Aufmerksamkeit richtet.

1 Kommentar:

  1. Einen kurzen Blick auf den aktuellen Literaturnobelpreisträger wirft das Börsenblatt heute auf seiner Online-Seite.

    Hier:
    https://www.boersenblatt.net/news/preise-und-auszeichnungen/literaturnobelpreis-geht-abdulrazak-gurnah-208535

    AntwortenLöschen

Leider ist es auch in diesem Blog nötig geworden, Kommentare vorher zu »filtern« und sie erst danach freizuschalten. Ich bedauere das sehr, möchte diese »Sicherungsfunktion« aber beibehalten. Dieser Blog soll keinen Menschen für Beleidigungen und anderes zur Verfügung stehen, die im Zweifelsfall tagelang online sein könnten.

Bitte habt dafür Verständnis - und nötigenfalls auch mal 24 Stunden oder länger Geduld.