29 April 2021

Attrition mit poppigem Wave-Gedöns

Wer sich für die Geschichte der Musikrichtung New Wave mit all ihren Abweichungen und Verästelungen interessiert, kennt sicher auch die Band Attrition. Ich vermute aber mal, dass sie heutzutage nur noch Spezialisten ein Begriff ist. Ich hatte mir irgendwann die Maxi-EP mit dem schönen Titel »Turn To Gold« gekauft und hörte sie mir dieser Tage zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder an.

Sie war 1989 auf einem belgischen Label herausgekommen, die Band selbst war und ist eher britisch. Attrition veröffentlichte die ersten Platten schon 1982, hat seitdem zahlreiche Tonträger in die Welt geschossen und gilt als stilprägend für verschiedene Gothic- und Wave-Richtungen.

Die vier Stücke auf »Turn To Gold» sind typisch für die späten 80er-Jahre. In schleppendem Tempo wummert der Synthesizer, klingen die Stimmen der zwei Sänger mal dunkel, mal hell und leuchtend, wirkt das Ganze immer wieder ein wenig verzweifelt und alles andere als positiv. Die Melodien sind gut, wenn man sich auf die Stücke einlässt, sie gehen auch ins Ohr, wenngleich ich mir bis heute nicht vorstellen kann, wie man dazu tanzen soll ... (Ich weiß, die »Waffler« konnten das, aber ich fand das rein optisch immer albern.)

Klar, das ist keine Musik, die ich mir täglich anhören kann. Aber die Platte setzt einen echten Farbtupfer ins Plattenregal ...

1 Kommentar:

  1. Auf der Bandcamp-Seite der Band ATTRITION findet sich irrsinnig viel Material der Band, das man kostenfrei anhören und auch herunterladen kann:
    https://attritionuk.bandcamp.com/

    Wie viele Platten hat ATTRITION im Verlauf der Jahrzehnte veröffentlicht? Über all das informiert ein interessanter englischsprachiger Wikipedia-Artikel:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Attrition_(band)

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