11 September 2018

IndiePop geht doch irgendwie immer ...

Irgendwie ging die Band The Electric Club unter; zumindest habe ich von ihr schon lange nichts mehr gehört. In den Nuller-Jahren machten die vier jungen Männer aus Würzburg ihre Art von Gitarrenpop, die eigentlich auch verdient hätte, ein größeres Publikum über längere Zeit zu erfreuen. Ich hörte dieser Tage die CD »Olmpic Ideas« mal wieder an; irgendwo habe ich noch eine Single der Band.

Die CD kam im September 2004 heraus, und sie ist zeitlos. Das heißt: Sie hätte wohl ebenso gut in den 80er-Jahren oder heute veröffentlicht werden können, und wer möchte, kann bei dieser Platte jederzeit seine Parallelen zu Klassikern wie den Beatles ziehen. Okay, ein wenig moderner sind The Electric Club dann doch.

Angenehm instrumentierte Lieder, durchaus klassisch mit zwei Gitarren, einem Bass und einem Schlagzeug arrangiert, das alles mit schönen Melodien garniert und gelegentlich mit einer – für meinen Geschmack fast zu hohen – guten Singstimme überbetont: Die Band weiß, was sie tut, und die vier Musiker wissen, wie man Stücke so anlegt, dass sie gut ins Ohr gehen, nicht nerven und auch nach zehn Jahren noch gut klingen.

Die CD lag mehrere Jahre im Schrank, bis ich sie dieser Tage wieder herausfischte und anhörte. Es ist eine Musik, die einen vielleicht einlullt, die nicht hektisch ist, sondern mit ihren gelungenen Melodien ein wenig beruhigt und in positive Laune versetzt. Aber in Tagen wie diesen, in denen einem der Hass und die Wut aus dem Internet entgegenspringen, ist das vielleicht nicht die schlechteste Medizin.

IndiePop oder GitarrenPop gehen für mich immer, zumindest dann, wenn sie gut gespielt sind und flott ins Ohr gehen. The Electric Club sind hierfür ein gelungenes Beispiel, auch nach all den Jahren ...

1 Kommentar:

  1. Wer nach Musik von THE ELECTRIC CLUB sucht, kann auch bei YouTube fündig werden. Hier das Stück »Mrs. Sandman«, bei dem der Vergleich zu den Beatles schon auffällt:

    https://www.youtube.com/watch?v=Iv4ho_KW8n8

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