09 September 2016

1992 bildete die Trennlinie

In diesen Tagen läuft geradezu eine Welle der Erinnerung durch die Science-Fiction-Szene – kein Wunder, denn im September werden einige Jubiläen gefeiert. Die Fernsehserie »Star Trek« bejubelt ihren fünfzigsten Geburtstag, meine Lieblingsserie, für die ich ja arbeite, wird in diesen Tagen auch 55 Jahre alt. Das bringt den einen oder anderen Medienschaffenden auf die Idee, über unser Genre zu berichten, und das finde ich gut.

Mich brachte das auf den Gedanken, an mein »Wechseljahr« zu denken. Das ist zwei Dutzend Jahre her, gemeint ist 1992: Es war mein letztes Jahr als »Fan« und gleichzeitig mein erstes Jahr als »Profi«. Was beides nicht stimmt. Science-Fiction-Fan bin ich schließlich heute noch, und mein erstes Geld mit der Science Fiction verdiente ich 1980 ...

Aber 1992 bildet eine Trennlinie. Im Frühjahr dieses Jahres veranstalteten einige Freunde und gute Bekannte zusammen mit mir einen Science-Fiction-Kongress – auf gut fan-deutsch einen Con. Da dieser in meiner Heimatstadt Freudenstadt ausgerichtet wurde – was vor Ort niemanden interessierte –, nannten wir das Ganze dann auch FreuCon '92.

Frans Stummer entwarf ein tolles Logo, das in verschiedenen Variationen benutzt und eingesetzt wurde. Ich zeige hier eine Ansicht, die wir oft auf gedrucktem Material zeigten. Und dann höre ich auch schon auf mit diesem Rückblick ... also so gut wie: Es war eine tolle Veranstaltung, fast 800 Leute aus 20 Ländern kamen in den Schwarzwald – und es war meine Verabschiedung von Freudenstadt, wenn man es genau nimmt.

Im Herbst 1992 zog ich aus der Stadt weg, in der ich aufgewachsen und zur Schule gegangen war. Und ich wechselte in den Verlag, in dem ich heute noch tätig bin. Insofern bildete 1992 eine wesentliche Trennlinie in meinem Leben ...

2 Kommentare:

  1. Wie lang ist das her? 24 Jahre? Fast ein Vierteljahrhundert? Kaum zu glauben.

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  2. Servus, Klaus.
    Der Eröffnungstag bot ja gutes Wetter; weswegen die Fans, bis zum offiziellen Start, vorgelagert am Boden lagerten. Es wurde dann kolportiert, daß die örtliche Geschäftsleuteschaft den "Untergang allen christlichen Abendlandes" fürchtete. Schockwellen des Entsetzens zudem, als ein Fernreisebus - dekoriert mit einer spärlich unterbekleideten SF-Weiblichkeit - sittliche Moral, kirchliche Anstands-Kodixes zu Schwarzwald wie die Jugend sub-unterminier(t)e.
    Wurde zumindest erzählt. :-)

    Neben vielen - auch John Brunner gesehen.

    Geblieben sind die Erinnerungsbilder, die mit vielen Fotos aus der Kiste(*)unterfüttert werden. Zines & Con-Berichte zu habe ich immer noch.

    bonté


    (*) keine Cloud nicht

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