25 Mai 2014

Noch einmal zu den Wahlen

Ich schleppte meinen müden Körper die paar hundert Meter zum Wahllokal. Ich machte mein Kreuz bei der Europawahl, und ich schob einen Wahlzettel für eine Partei in die Wahlurne – ohne dort für einzelne Kandidaten panaschiert oder kumuliert zu haben. Zu mehr konnte ich mich an diesem Sonntag nicht aufraffen: Ich erfüllte meine Wahlpflicht, weil ich es für richtig halte, wählen zu gehen.

Bei der Europawahl stimmte ich für eine Partei, die mich schon oft enttäuscht hat und deren Spitzenpersonal ich ziemlich grausig finde – die Grünen. Aber damit meine Stimme nicht ganz verschenkt wird, bekommen's zumindest die, bei denen ein Rest von Chance besteht, dass Umweltschutz nicht komplett untergeht.

Bei der Kommunalwahl votierte ich nach langem Nachdenken tatsächlich für einen Partei, die ich im Bund, im Land und in Europa für völlig unwählbar halte – für die Sozialdemokraten. Nicht weil ich die neuerdings wieder gut fände, eigentlich nur deshalb, damit der sozialdemokratische Oberbürgermeister, der einen ganz vernünftigen Eindruck macht, in dieser Stadt zumindest einen Hauch von Chance hat, seine Ziele umzusetzen.

Und dann schleppte ich meinen Körper wieder nach Hause. Nach einem Wahlkampf, in dem ich mal abgestoßen war und mich mal amüsierte, hatte ich meine Bürgerpflicht erfüllt. Mich interessieren politische Vorgänge tatsächlich – aber so schlimm wie diesmal war's schon lange nicht mehr gewesen.

1 Kommentar:

  1. Interessant. Bei mir wars zum erstan mal seit wirklich langer Zeit eine Wahl, bei der ich sofort und ohne Zoegern mein Kreuzchen gemacht habe. Bei der SPD, weil ich die Idee, dass man (wenigstens indirekt) den europaeischen Regierungschef auch waehlen koennen soll unbedingt gutheisse. Ich hab mich echt in die Kabine zwaengen muessen um nicht gleich das Kreuzchen draussen zu machen. Aber es gab dann imemrhin die Chance nochmal die ganzen ... aeh, na ja, sagen wir 'interessanten' Vorschlaege am Ende der Liste zu lesen.

    Ansonsten liebaeugle ich auch oft mit den Gruenen, stimme dann (ausser bei einzelnen Kandidaten fuer dne Stadtrat) aber meist nicht dafuer, da deren Politik leider zu oft in einem Verhindern besteht. Solange Blockieren bis es nicht mehr anders geht, und dann kommt ein Kompromiss den so keiner wollte und der keinem hilft.

    Aber diesmal war es leicht - hierzulande waren es nur die Europawahlen.

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