24 Januar 2012

Organbank aus Berlin

Eigentlich war »Organbank« eine der ganz frühen deutschsprachigen Punk-Bands. Aber ich glaube nicht, dass Carsten Scheibe daran dachte, als er 1986 ein Fanzine unter diesem Titel herausbrachte. Die Auflage war gering, laut Impressum zwischen 40 und 50 Exemplaren, und ich hatte heute nach vielen Jahren mal wieder die erste Ausgabe in der Hand.

Es ist ein typisches Egozine jener Zeit: ein wenig großspurig, ein wenig rotzig und voller Diskussionspunkte. Das Heft geht auf andere Fanzines an – darunter natürlich auch welche von mir –, macht Werbung für »Tales«, also das eigene Heft, und erzählt darüber, wie es bei der Studienberatung ist.

Ebenfalls gibt es allgemeines Geplauder über die aktuelle Lebenssituation oder den Besuch von Achim Mehnert – heute SF-Autor, damals SF-Fan – in Berlin. Alles in allem ein Fanzine, das ich nach über 25 Jahren wieder komplett gelesen habe.

Es ist ein Blick in eine andere Welt ... Wir sind seitdem alle ein wenig älter und »reifer« geworden. Aber ich habe das Fanzine gern gelesen, lieber als manches heutige Fanzine und vor allem lieber als manche hektisch geschriebenen Blog- und Facebook-Texte der heutigen Zeit.

1 Kommentar:

  1. Zu der Zeit bin ich des öfteren per Anhalter nach Berlin rüber. Grenzübergangsstelle, Transitstrecke - oh Mann. Meist wurde Böhmi besucht, Scheibi und Nob Schulz von Tales. Ob Vik Pavel damals schon drüben war, weiß ich heute gar nicht mehr. Ich war jedes Mal maßlos beeindruckt, daß die Kneipen die ganze Nacht hindurch auf hatten. Bei uns im Westen war um 1 Uhr Sperrstunde. Waren das Zeiten ...

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