18 Juli 2008

Gedanken an Schreibcomputer

Manchmal präsentiere ich meinen Job in einer Schule, um die Schüler über die PERRY RHODAN-Serie zu informieren. So auch diese Woche. Mit dabei: Pädagogen und andere Menschen.

»Sagen Sie«, unterbrach der eine irgendwann meinen Vortrag, »schreiben Ihre Autoren eigentlich noch von Hand, also tippen die selber?«

Er meinte nicht, daß die Autoren ihre Manuskripte mit der Hand auf das Papier malen, sondern daß die Computer mittlerweile alles selbst machen. »Das macht der Stephen King ja auch«, erläuterte er mir und seinen Schülern, »der diktiert alles in ein Headset, und da gibt er einige Wörter vor, und der Computer erkennt den Stil und schreibt den Satz selbst fertig.«

Ich war einigermaßen beeindruckt von dieser Science-Fiction-Idee und ruderte vorsichtig dagegen. »Das ... ähm ... scheint mir eher ein modernes Märchen zu sein«, wandte ich höflich ein, um nicht laut zu lachen.

»Das hab' ich aber so gelesen«, versicherte der Mann, und es klang glaubhaft. Wir übergingen den Disput, ich machte mir keinen Kopf darüber, was die eigentlich ihren Schülern eigentlich den lieben langen Tag erzählen, und meine »Unterrichtsstunde« endete sehr harmonisch.

Es bleibt nur eine Frage: Warum glauben die Leute eigentlich jeden Unfug, den man ihnen erzählt?

2 Kommentare:

  1. Doch, doch, das kann schon sein! Er verwechselt aber Stephen King mit Jason Dark ;-)

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  2. Anonym3:39 PM

    Ich bin der Ansicht, dass sie glauben, was in ihr Weltbild passt. In diesem Falle stelle ich mir einen von der rasanten Entwicklung der Computertechnik überrollten Lehrer mit lückenhaften Sachkenntnissen vor, der, um nicht vor seinen wahrscheinlich oft deutlich computer-kompetenteren Schülern nicht als "alter Trottel" dazustehen, jede noch so obskure Sensationsmeldung über Computer für bare Münze nimmt.

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